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Businessplan

Gründer

Definition

Als Gründer bist du derjenige, der eine neue Unternehmung ins Leben ruft und die Gründung durchführt. In der Anfangsphase bist du meist gleichzeitig Fachkraft, Manager und Unternehmer deines Vorhabens. Das verlangt viele unterschiedliche Fähigkeiten von dir. Je mehr Erfahrungen du bereits gemacht hast, desto besser für dein Unternehmen. Aber auch deine Defizite zu kennen und damit umzugehen, zeichnet einen guten Geschäftsmann/-frau – und das möchtest du ja werden – aus.

Bedeutung für Gründung und Businessplan

Die Leser deines Businessplans interessiert – anders als vielleicht bei einem Bewerbungsgespräch – nicht nur dein Lebenslauf, sondern viel mehr, ob du die Fähigkeiten mitbringst, die dich für deine Gründung und den erfolgreichen Aufbau deiner Existenz befähigen. Hierzu gehören neben dem fachlichen, auch persönliches und unternehmerisches Knowhow sowie deine (Berufs- und Lebens-)Erfahrungen.

Im Businessplan hast du die Gelegenheit, dich in deiner Rolle als Gründer von allen Seiten zu beleuchten und zu beschreiben. Das klingt jetzt vielleicht etwas aufwendig und kompliziert. Eigentlich geht es in diesem Kapitel deines Businessplans aber nur darum, in 2-3 Absätzen deutlich zu machen, wer du bist, was du kannst, was du lernen willst und was dich antreibt:

Fachliches Knowhow des Gründers

Hier kannst du beschreiben, was dich auszeichnet, was du bisher gemacht hast und wie das alles mit deiner zukünftigen Tätigkeit und der Branche, in der du gründen willst, zu tun hat.
Zeige ruhig auch auf, was du nicht kannst und erkläre, wie du diese Defizite ausgleichen wirst (beispielsweise durch Schulungen oder durch Angestellte).

Unternehmerisches Knowhow des Gründers

Hier kannst du alle Dinge aufführen, die dich als Geschäftsmann/-frau ausmachen. Verfügst du über kaufmännisches oder betriebswirtschaftliches Knowhow? Hast Du bereits mit Personalverantwortung gearbeitet? Bist du mit Marketing und Vertrieb vertraut? Hast du Berater an deiner Seite?

Gründerpersönlichkeit

  • Zeige hier kurz, dass du dich mit den Anforderungen und möglichen Konsequenzen der Selbstständigkeit auseinandergesetzt hast: Viel Arbeit, weniger Einkommen in der Anfangszeit, Unsicherheit etc.
  • Erwähne auch deine Einstellung zur Selbstständigkeit und vielleicht sogar, inwiefern du die wichtigsten Qualitäten eines Unternehmers – Manager, Fachmann und Visionär – mitbringst, und auch, welche Schwächen du wie kompensieren möchtest.
    Hierzu gibt es interessante Tests, die findest du zum Beispiel bei der Firmenhilfe Hamburg.
  • Hier wäre auch der richtige Platz, um zu erwähnen, ob und wie deine Familie dein Vorhaben unterstützt.

Deine wichtigsten Fähigkeiten solltest du im Anhang des Businessplans dokumentieren. Hierzu gehören neben einem klassischen Lebenslauf auch die wichtigsten Leistungsnachweise. Hier muss nicht jedes Schul- oder Praktikumszeugnis auftauchen, aber selbstverständlich dein Meisterbrief, wenn du dich beispielsweise in deinem Handwerksberuf selbstständig machen willst.

Besonderheit Teamgründung

Manche Vorhaben funktionieren einfach besser im Team. Wenn du mit mehreren gemeinsam gründest, solltet ihr im Kapitel „Gründer“ nicht nur aufzeigen, was jeder einzelne Gründer kann, sondern auch wie ihr im Zusammenspiel funktioniert: Wie ergänzt ihr euch mit Euren Kompetenzen, Stärken und Erfahrungen? Wie plant ihr dazu passend die Aufgabenverteilung? Kennt ihr euch ggf. schon lange oder habt ihr bereits erfolgreich zusammengearbeitet (z.B. als Koch und Restaurantleiter, als Handwerker und Bürokaufmann)?

Du willst ein bisschen mehr wissen? Hier geht’s zum Lexikon-Eintrag Teamgründung, und hier zur Teamgründungs-Checkliste.

SmartBusinessPlan-Tipps

  • Dein Lebenslauf ist eine gute Grundlage für deine Darstellung als Gründer. Es ist aber nicht nötig, dass du hier alle deine beruflichen Tätigkeiten auflistest. Vielmehr gilt es, deinen Lebenslauf auf das zu reduzieren bzw. zuzuschneiden, was für deine Gründung bzw. deine Geschäftstätigkeit relevant ist.
  • Fehlende persönliche oder fachliche Eignung ist übrigens der häufigste Ablehnungsgrund von Investoren, Banken und Förderern – noch bevor überhaupt ein Blick in den Businessplan geworfen wird. Planst du die Eröffnung eines Restaurants, ohne eine Ausbildung in der Gastronomie absolviert zu haben oder auf langjährige Praxis zurückzublicken, sondern aus dem einfachen Grunde, dass du gerne und gut kochst – dann wird, so hart es klingen mag, dein Konzept direkt in der Tonne landen.
  • Das Thema „Gründer“ ist besonders für Teams wichtig: Hier gilt es, wie gesagt, die unterschiedlichen Stärken und passend dazu die unterschiedlichen Verantwortlichkeiten der einzelnen Unternehmer deutlich zu machen. Lies mehr dazu in der Definition Teamgründung.
    Teams sind aktuell sehr gefragt bei Investoren und Kreditgebern, weil mehrere Gründer jeweils die Schwächen des anderen ausgleichen können. Es gibt aber auch gute Gründe, nicht mit mehreren zu gründen. Dann solltest du im Businessplan allerdings deutlich machen, wie du dir Knowhow und Impulse von außen holst, die dich stärker machen. Beispielsweise durch feste oder freie Mitarbeiter, durch sonstige Unterstützer etc. Lücken und Mängel darfst du offen erwähnen. Beschreibe, womit du sie kompensieren wirst.
  • Interessante Beschreibungen der Gründer – ob in Teams oder als Einzelgründer – findest du in unseren Beispielplan Mustern.
  • Und hier geht’s zum Blogpost „Unternehmertum – bin ich ein Unternehmertyp?“

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bhp