Das Stammkapital ist das Eigenkapital, das die Gesellschafter*innen bei der Gründung einer GmbH (und auch einer UG) in die Gesellschaft einbringen. Es ist im Gesellschaftsvertrag festgelegt und wird in Geschäftsanteile aufgeteilt.
Nicht verwechseln: Stammkapital ist die Gesamtsumme, Stammeinlage ist der Anteil je Gesellschafter*in. Die Summe aller Stammeinlagen muss immer genau das Stammkapital ergeben.
Das Grundkapital ist das Pendant zum Stammkapital – aber für die Aktiengesellschaft (AG). Statt in Geschäftsanteilen wird das Grundkapital über Aktien abgebildet. Es entspricht dem Nennbetrag, mit dem die AG ausgestattet ist, und ergibt sich typischerweise aus der Anzahl der Aktien multipliziert mit deren Nennwert.
Beschafft wird es in der Regel über die Ausgabe von Aktien; je nach Gründungsform können auch Sacheinlagen eine Rolle spielen.
Kurz gesagt: Gleiche Idee, andere Rechtsform. Beide Begriffe bezeichnen das Kapital, das die Eigentümer*innen der Gesellschaft bei Gründung (oder bei späteren Kapitalerhöhungen) verbindlich bereitstellen. In der Bilanz tauchen beide häufig unter dem Oberbegriff gezeichnetes Kapital auf. Die Idee dahinter: Weil bei Kapitalgesellschaften grundsätzlich nicht die Gesellschafter*innen privat haften, sondern die Gesellschaft, dient das gezeichnete Kapital vor allem dem Gläubigerschutz.
Für deine Gründung – und ganz besonders für den Businessplan – ist das Stamm- bzw. Grundkapital nicht nur eine Formalie, sondern ein Signal: Es zeigt, wie solide du startest und wie du die Finanzierung sicherstellen willst. Im Finanzteil des Businessplans solltest du deshalb sauber darstellen,
Außerdem spielt die Wahl der Rechtsform hier direkt rein: Wenn du beispielsweise mit einer UG startest, solltest du im Businessplan besonders plausibel machen, dass dein Startkapital für die Anlaufzeit reicht (rein rechtlich kannst du mit einem Euro starten, praktisch kann das aber schnell eng werden). Wenn du dagegen eine GmbH oder AG planst, sind die Mindestbeträge höher – dafür wirkt die Kapitalausstattung gegenüber Banken, Partner*innen oder Investor*innen oft stabiler.
Als Mini-Check für deinen Businessplan solltest du dir folgende Fragen stellen:
Schreibe deinen Businessplan mit dem modernsten Tool - so schnell und einfach wie noch nie. Worauf wartest du? Jetzt durchstarten!
Lass deinen Businessplan von Expert*innen prüfen und verbessern. Damit erhöhst du deine Chancen auf eine erfolgreiche Finanzierung.