Businessplan-Anhang

Definition

Der Businessplan Anhang stellt den Abschluss deines Businessplans dar. Hier gehören alle Unterlagen hinein, die für den Leser sinnvoll sind oder die er von dir fordert.

Bedeutung für Gründung und Businessplan

Der Anhang deines Businessplans kann für dich als Gründer darüber entscheiden, ob du vielleicht schon nächste Woche das Finanzierungsgeld auf dem Konto hast, du noch monatelang rumeierst, oder dein Businessplan sogar komplett abgelehnt wird.

Wichtig ist erstmal, dass dein Businessplan auch ohne Anhang verständlich ist. Der Anhang beinhaltet nur zusätzliche Informationen und Berechnungen, die deinem potenziellen Kapitalgeber einen besseren Einblick ermöglichen. Dennoch haben Banken, Förderer und Investoren hier ganz klare Erwartungen. Mit den richtigen und vollständigen Dokumenten im Anhang kannst du also schon mal sehr viel richtig machen, und dir und dem Leser unnötigen und zeitraubenden Ärger ersparen.

Wie für alle Businesspläne gilt auch für den Anhang: So viel wie nötig und so wenig wie möglich! Der Umfang des Anhangs kann also 3 Seiten, aber auch 100 Seiten umfassen. Du solltest nur solche Informationen aufnehmen, die für den Leser wirklich von Interesse sind. Welche Informationen das sind, lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Je nach Kapitalgeber, Gründungsvorhaben und Inhalt des Businessplans können die Anforderungen stark variieren.

Must-Haves für jeden Businessplan-Anhang sind auf jeden Fall:

  • Zahlenteil mit Finanzplan (Rentabilitätsvorschau und Liquiditätsplan) für 3 Jahre (Den erstellt SmartBusinessPlan automatisch anhand deiner Angaben im Kapitel Finanzen.)
  • Lebenslauf mit Zeugnissen und Referenzen (Beschränke dich hier auf die für deine Existenzgründung und für dein Unternehmertum relevanten beruflichen Stationen und erwähne nur die letzte Station deiner Schulausbildung.)
  • Wichtige Verträge, Dokumente, Anträge, Genehmigungen, Informationen (s.u.) (Welche das sind, solltest du vorab im Gespräch mit deinem Bankberater klären.)

Banken haben bei der Prüfung von Businessplan und Anhang grundsätzlich umfangreiche und mitunter strenge Kriterien. Ein interessante Geschäftsidee, ein erfolgsversprechendes Unternehmenskonzept und eine überzeugende Gründerperson reichen hier nicht aus. Der Businessplan muss auch im Anhang formelle Standards und Anforderungen erfüllen, damit eine Finanzierung für die Bank in Frage kommt. Erkundige dich also rechtzeitig bei deinem potenziellen Geldgeber nach seinen Anforderungen. Wahrscheinlich werden folgende Informationen dazu gehören:

  • Selbstauskunft: Im Fragebogen der Bank zu geschäftlichen Details werden auch Fragen zur privaten Einnahme- und Ausgabesituation sowie zur Vermögenslage gestellt. Diese Daten müssen der Wahrheit entsprechen und sollten sich zum Beispiel mit deinen Schufa-Daten decken.
  • Schufa-Auskunft: Bei der Schutzvereinigung für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) wirst du wie Millionen anderer Bankkunden geführt. Die Ermächtigung zum Informationsaustausch erteilst du als Bankkunde bereits durch die „Schufa-Klausel“ bei jeder Kontoeröffnung – oder eben bei der Beantragung eines Kredits. Für deinen Businessplan Anhang solltest du aber selbst noch eine aktuelle Schufa-Auskunft beibringen.
  • Eigenkapitalnachweis: Was beabsichtigst du an eigenem Kapital einzubringen? Wenn du hierfür ein Kontoguthaben einsetzen willst, will die Bank den Kontoauszug sehen. Falls du vorhast, Geldanlagen zu veräußern, um sie als Eigenkapital einzubringen, brauchst du den Depotauszug. Sollten Verwandte oder Freunde dir einen Zuschuss zur Gründung in Aussicht stellen, müssen diese der Bank auch die entsprechenden Sicherheiten stellen. Eine Bürgschaft oder ein Vermögensnachweis reichen da meist nicht aus.
  • Bei bereits bestehenden Unternehmen: die Unternehmenskennzahlen der letzten drei Jahre.

SmartBusinessPlan-Tipps

  • Wenn du deinen Businessplan mit SmartBusinessPlan schreibst, erstellt dir das Programm einen Teil des Anhangs ganz automatisch: Deine Angaben im Kapitel Finanzen werden in eine vollständige 3-Jahres-Finanzplanung mit Liquiditäts- und Rentabilitätsplan überführt. Sie wird in übersichtlichen Jahrestabellen dargestellt. Wichtige Diagramme kannst du in jedem beliebigen Kapitel einfügen. Die dazugehörigen Details wie Zahlen auf Monatsebene erscheinen dann automatisch hinten im Anhang. Die Liquidität auf Monatsbasis ist besonders wichtig, die Rentabilität reicht auf Jahresbasis.
  • Bei der Arbeit mit SmartBusinessPlan hast du außerdem die Möglichkeit, ergänzende Unterlagen wie Vita, Meisterbrief, Verträge etc. manuell als pdf hochzuladen. Beschränke dich beim Lebenslauf am besten auf 3-4 Dokumente, die dein fachliches Know-how und am besten dein unternehmerisches Interesse untermauern.
  • Die oben beschriebene Selbstauskunft muss ganz genau ausgefüllt werden. Wer hier falsche oder ungenaue Angaben macht, riskiert nicht nur die Ablehnung seines Kredits, sondern muss auch mit juristischen Konsequenzen rechnen.