Sacheinlage

Definition

Eine Sacheinlage ist Kapital, das du deinem Unternehmen nicht in Geld, sondern in Form von Vermögensgegenständen unbefristet zur Verfügung stellst. Eine Sacheinlage erhöht das Eigenkapital deines Unternehmens.

Bedeutung für Gründung und Businessplan

Neben der Bareinlage (auch Geldeinlage) lässt das Gesetz grundsätzlich auch die Übertragung von Sachwerten oder Rechten an dein Unternehmen zu. Sie bilden aber eher die Ausnahme der Kapitaleinlagen.

Meist handelt es sich um materielle Vermögensgegenstände wie Maschinen, Computer, Anlagen, Fuhrpark usw. Aber auch immaterielle Sacheinlagen wie Patente, Lizenzen und Urheberrechte sind üblich.

Banken sind grundsätzlich zurückhaltend, Sacheinlagen als Eigenkapital für deine Gründung zu akzeptieren. Die Chance auf Anerkennung erhöht sich deutlich, wenn der Gegenstand für den Betrieb unbedingt notwendig ist (betriebsnotwendiges Vermögen). Wenn du beispielsweise dein eigenes Auto als Sacheinlage für den Onlineshop, den du von zuhause aus betreibst, angibst, kommst du damit sicher nicht durch. Als Pizzalieferant, der mit dem Auto ausliefert, hättest du wahrscheinlich bessere Chancen.

Außerdem gelten je nach Rechtsform unterschiedliche gesetzliche Regelungen bei der Berücksichtigung von Sacheinlagen. Beispielsweise sind Sacheinlagen bei der Gründung einer UG nicht zulässig.

Wenn Du eine Sacheinlage im Businessplan einplanst, ist deren Restwert ausschlaggebend. Anders als bei Bareinlagen ist die Wertermittlung nicht ganz einfach. Ein guter Anhaltspunkt für die Bestimmung des Restwertes ist der aktuelle Marktwert: Wieviel Geld würdest Du für den Vermögensgegenstand bekommen, wenn du ihn jetzt verkaufen müsstest.

SmartBusinessPlan-Tipps

  • SmartBusinessPlan berücksichtigt deine Sacheinlage bei der Ermittlung des Kapitalbedarfs automatisch. Trage hierfür den Gegenstand, den du deinem Unternehmen zuführen möchtest, im Kapitel „Kapitalbedarf und Finanzierung“ ein. Klicke dafür auf Investitionen „bearbeiten“ und lege deine Sache mit dem aktuellen Sachwert an.
Screenshot - kapitalbedarf
  • Wie auch bei den Investitionen solltest du berücksichtigen, dass sich der Wert deiner Sacheinlage mit längerem Nutzungszeitraum in der Regel verringert und sich damit auch dein Vermögen verringert. Sacheinlagen werden also wie andere Vermögensgegenstände über den Nutzungszeitraum abgeschrieben. SmartBusinessPlan fragt dich automatisch nach der restlichen Nutzungsdauer deiner Sache, und berechnet dann die jährliche Abschreibung automatisch.
  • In unserem „Check“ überprüfen wir anhand deiner Plandaten, ob dein Businessplan Chancen bei der Bank hat. Hier berücksichtigen wir absichtlich nur deine Geldeinlage (Bareinlage), und nicht die Sacheinlagen als Eigenkapital. Grund hierfür ist, dass Sacheinlagen als Eigenkapital von Bank zu Bank unterschiedlich und grundsätzlich sehr zurückhaltend akzeptiert werden.
  • Bei der Schätzung des Marktwertes deiner Sache solltest du so realistisch wie möglich sein und den Restwert eher zu gering schätzen. Rechne damit, dass die Bank ein professionelles Gutachten zur Wertermittlung verlangen könnte.

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