Eisdiele eröffnen

Voraussetzungen, Anleitung & Businessplan

23.07.2025

Eis macht Laune – also warum nicht eine eigene Eisdiele eröffnen? Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du deinen Traum in die Tat umsetzt. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Startkapital: Um eine Eisdiele zu eröffnen, solltest du mit Startkosten von mindestens 20.000 EUR (für eine kleine Eisdiele ohne Produktion) rechnen. Es können aber auch schnell 80.000 bis 150.000 EUR zusammenkommen. 
  • Genehmigungen: Du benötigst eine Gewerbeanmeldung, ein Gesundheitszeugnis und ggf. eine Gaststättenkonzession. 
  • Konzept: Eine klare Positionierung, etwa durch kreative Angebote wie vegane oder innovative Eisvarianten, ist der Schlüssel zum Erfolg. 
  • Saisonalität: Eis ist ein Sommergeschäft. Überlege dir rechtzeitig eine alternative Nutzung für die Wintermonate. 
  • Finanzierung: Ein solider Businessplan ist die Voraussetzung, um Kredite und Fördermittel zu bekommen.  

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Lohnt es sich, eine Eisdiele zu eröffnen?

Eine Eisdiele zu eröffnen kann sich durchaus lohnen – vorausgesetzt, du planst sorgfältig und berücksichtigst einige entscheidende Faktoren.

In belebten Lagen können Eisdielen während der Hochsaison tägliche Umsätze zwischen 500 und 2.000 EUR erzielen. Die Gewinnspanne ist dabei auf den ersten Blick beachtlich: Bei einem Verkaufspreis von durchschnittlich 1,62 EUR und Produktionskosten zwischen 0,10 und 0,50 EUR bleibt ein signifikanter Gewinn. 

Allerdings sind auch die Kosten für die Eröffnung und den Betrieb einer Eisdiele nicht ohne: Die Anfangsinvestitionen können je nach Konzept und Ausstattung zwischen 20.000 und 150.000 EUR liegen. Hinzu kommen laufende Kosten für Miete, Personal, Zutaten und Energie. Eine gründliche Kalkulation ist essenziell, um finanzielle Risiken zu minimieren. 

Da du den Hauptumsatz in den Sommermonaten erzielen wirst, ist es wichtig, ein alternatives Konzept für die Winterzeit zu entwickeln – beispielsweise durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen. 

Kann jeder eine Eisdiele eröffnen? Voraussetzungen im Überblick

Grundsätzlich kann jede*r eine Eisdiele eröffnen, doch es gibt ein paar Voraussetzungen, die du erfüllen musst. Zum Glück sind diese überschaubar und gut zu bewältigen:

Formale Genehmigungen

  • Gewerbeanmeldung 
    Um eine Eisdiele zu eröffnen, benötigst du einen Gewerbeschein, den du bei deiner zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung bekommst. Die Gebühren liegen meist zwischen 20 und 60 EUR. Die Gewerbeanmeldung ist recht unkompliziert und teilweise sogar online möglich.
  • Gesundheitszeugnis und Hygieneschulung: Das Gesundheitszeugnis heißt im korrekten Amtsdeutsch: Bescheinigung über eine Infektionsschutzbelehrung. An dieser Bezeichnung erkennst du schon:  Es geht nicht darum, dass deine Gesundheit bescheinigt wird, sondern dass du informiert bist, welche Hygienemaßnahmen du im Umgang mit Lebensmitteln beachten musst. Diese Bescheinigung ist lebenslang gültig, sofern du direkt im Anschluss deine berufliche Tätigkeit mit Lebensmitteln aufnimmst. Sie wird in der Regel vom Gesundheitsamt ausgestellt. Auch hier gibt es in einigen Kommunen bereits Online-Verfahren.

Von deinem Angebot hängt ab, welche weiteren Genehmigungen du noch vorlegen musst: 

  • Gaststättenkonzession: Notwendig, wenn du in deiner Eisdiele alkoholische Getränke anbieten möchtest. Hierfür benötigst du zusätzlich ein Führungszeugnis und einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister.
  • Eintrag bei der Handwerkskammer: Falls du dein Eis selbst herstellst, meldest du deine Tätigkeit als handwerksähnliches Gewerbe bei der zuständigen Handwerkskammer an. Du benötigst dafür jedoch keinen Meisterbrief.

Persönliche Voraussetzungen

Abgesehen von den formalen Anforderungen spielen auch deine persönlichen Fähigkeiten eine entscheidende Rolle: Ein gutes Verständnis für Finanzen, Planung und Marketing hilft dir enorm bei der erfolgreichen Führung deines Eisladens. Keine Sorge: Vieles wirst du „on the job“ lernen. Aber du solltest die Bereitschaft mitbringen, dich in diese Themen einzuarbeiten.

Organisationstalent ist gefragt, wenn es darum geht, dein Team effizient zu managen und Arbeitsabläufe optimal zu gestalten. Und last but not least solltest du ein positives Auftreten haben und anderen Menschen gegenüber freundlich und zuvorkommend sein, denn zufriedene Gäste kommen immer wieder zurück.

Erfahrung in der Gastronomie ist immer hilfreich, aber nicht zwingend nötig – insbesondere, wenn du dein Eis nicht selbst herstellst, sondern zukaufst.

Jetzt von einer Gründerin lernen: Drei wertvolle Tipps für deinen Start

Lisa Staib hat in Berlin erfolgreich das Eiscafé „Süßfein“ eröffnet. Hier sind ihre drei wichtigsten Learnings, die dir bei der Eröffnung deiner Eisdiele helfen werden:

1. Flexible Personalplanung ist entscheidend

Das Eisgeschäft ist extrem vom Wetter abhängig. Sobald die Sonne scheint, stehen die Kund*innen Schlange, ist es frischer, bleibt dein Laden leer. Lisa empfiehlt daher, auf eine flexible Personalplanung zu setzen. Sie arbeitet mit einem kleinen Pool an Studierenden, die kurzfristig und je nach Wetterbericht über eine WhatsApp-Gruppe ihre Schichten vereinbaren. Lisa rät dabei: „Vergiss nicht, dass Flexibilität keine Einbahnstraße ist.“ Wenn du erwartest, dass deine Leute mit spontanen Absagen und Anfragen zurechtkommen, solltest du auch versuchen, ihre Wünsche bei der Schichtplanung so gut es geht zur berücksichtigen. 

2. Setze klare Prioritäten 

„Eis ist das Hauptgeschäft“, sagt Lisa. Zwar bietet sie ihren Gästen auch Kaffee und Kuchen an, aber über 90 Prozent ihres Umsatzes generiert sie mit Eis. Ihr Tipp: Achte darauf, dass dein Angebot klar bleibt. Denn Kuchen bedeutet zusätzlichen Aufwand bei Herstellung und Service, der Zeit kostet. Lisa rechnet pragmatisch vor: „Wie viele Kugeln Eis könntest du in derselben Zeit verkaufen, die du brauchst, um ein Stück Kuchen zu servieren?“

3. Freundlichkeit gewinnt Stammgäste

Das Eis muss lecker sein, klar. Aber mindestens genauso wichtig ist ein freundlicher Umgang mit deinen Gästen. Ein herzliches Lächeln und Aufmerksamkeit sorgen dafür, dass die Kundschaft sich wohlfühlt und gerne wiederkommt. Für Lisa zählt daher eine angenehme Ausstrahlung ihrer Mitarbeiter*innen weit mehr als perfekte Eiskugeln: „Hauptsache, man ist aufmerksam und liebenswürdig.“

Du möchtest mehr Insights von einer erfahrenen Eisdielen-Gründerin? Lies hier das ganze Interview mit Lisa mit ihren besten Tipps für Newcomer*innen im Eisgeschäft. 

Was ist der richtige Standort für eine Eisdiele?

Der Standort entscheidet maßgeblich darüber, ob deine Eisdiele erfolgreich wird oder nicht. Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten, die dir helfen, den perfekten Ort zu finden.

Wo befindet sich deine Kundschaft?

Alle lieben Eis! Trotzdem ist es sinnvoll, dir im Vorfeld der Eisdielen-Eröffnung zu überlegen, welche Zielgruppen du vorrangig ansprechen möchtest und wo diese anzutreffen sind. 

Generell zählen Familien mit Kindern zu den Hauptzielgruppen im Eisgeschäft. Eis essen gehört im Sommer für viele zur gemeinsamen Freizeitgestaltung. Deshalb kann die Suche nach einem Standort sinnvoll sein, an dem viele Eltern oder Großeltern mit Kindern unterwegs sind. Frag dich:

  • Gibt es Schulen, Kindergärten oder Spielplätze in der Nähe?
  • Sind Wohnviertel mit jungen Familien fußläufig erreichbar?
  • Ist der Standort gut frequentiert, aber auch sicher und angenehm für Familien?

Um herauszufinden, ob dein Wunsch-Standort wirklich gut geeignet ist, beobachte ihn selbst an verschiedenen Wochentagen und zu unterschiedlichen Zeiten. Schau dir genau an:

  • Wer läuft hier vorbei? Familien, Paare, Tourist*innen?
  • Wie viele Passant*innen sind unterwegs? Zählen sie potenziell zu deiner Kundschaft?
  • Welche Tageszeiten sind besonders belebt?

Wie hoch ist die Miete?

Natürlich darf die Miete nicht zu hoch sein, da sie zu den Fixkosten zählt, die du ganzjährig tragen musst – auch in der Nebensaison. Dennoch solltest du nicht nur auf niedrige Mieten schauen, sondern abwägen:

  • Zu abgelegen bringt weniger Laufkundschaft – zu zentral kann zu teuer sein.
  • Die perfekte Mischung liegt oft in gut frequentierten Nebenstraßen oder Randlagen, die noch unentdeckte Schätze sind.
  • Überlege dir genau, wie viel Fläche du wirklich brauchst. Große Räumlichkeiten verursachen hohe Kosten, ohne unbedingt mehr Umsatz zu generieren.

Wie viel Konkurrenz gibt es im Umkreis?

Konkurrenz ist nicht grundsätzlich schlecht, zu viel davon kann aber schnell zum Problem werden. Deshalb ist eine gründliche Marktanalyse wichtig:

  • Wie viele Eisdielen gibt es bereits in der Umgebung?
  • Welche Eissorten und Services bieten sie an?
  • Was kannst du anders oder besser machen, um herauszustechen?

Um dich vom Wettbewerb abzuheben, könntest du beispielsweise:

  • besondere Eissorten oder vegane Alternativen anbieten
  • kinderfreundliche Aktionen oder Specials veranstalten
  • durch besonders gemütliches Ambiente und persönlichen Service punkten

So stellst du sicher, dass deine Kundschaft genau weiß, warum es sich lohnt, zu dir statt zur Konkurrenz zu kommen.

In unserem Ratgeber Café eröffnen erfährst du noch genauer, wie du den idealen Standort für dein gastronomisches Projekt auswählst.

Eisdiele eröffnen: Was ist dein Konzept?

Ein klar definiertes Konzept macht deine Eisdiele unverwechselbar und hebt sie von der Konkurrenz ab. Hier erfährst du, wie du dein Konzept entwickelst und worauf du achten solltest:

Was unterscheidet deine Eisdiele von anderen Eisdielen?

Überlege dir, was deine Eisdiele besonders macht:

  • Spezielle Eissorten: Biete einzigartige Geschmacksrichtungen oder besondere Eisspezialitäten an, die deine Konkurrenz nicht hat – etwa vegane Kreationen, Fitness-Eis mit gesundheitlichen Vorteilen (proteinreiches Eis, Eis mit Probiotika, zuckerarme oder zuckerfreie Sorten).
  • Kreative Präsentationen: Serviere dein Eis in bunten Waffeln, als Eissandwich oder in Form von Ice Cream Rolls, also als gerolltes Eis anstelle der klassischen Kugel.
  • Besondere Qualität: Setze auf regionale, hochwertige Zutaten oder Bio-Eis. Viele Kund*innen schätzen es, wenn sie genau wissen, was in ihrem Eis steckt.
  • Außergewöhnlicher Service: Punkte mit einer besonders kinderfreundlichen Atmosphäre oder kleinen Überraschungen, wie etwa einer Gratis-Kugel für Kinder.

Wichtig ist, dass du nicht starr an deinem Angebot festhältst, sondern die Trends beobachtest, die Kundenbedürfnisse erfragst und stets bereit bist, Neues auszuprobieren. 

Warum sollte die Kundschaft ausgerechnet in deine Eisdiele kommen?

Um deine Kundschaft dauerhaft zu begeistern, musst du ihr klare Vorteile bieten. Oft sind es Kleinigkeiten, die Kund*innen begeistern und langfristig an dich binden:

  • Freundlichkeit: Ein herzliches Willkommen und freundlicher Service sorgen für positive Erinnerungen.
  • Kleine Extras: Spendiere beispielsweise Kindern eine kostenlose Mini-Kugel Eis oder biete regelmäßig wechselnde Aktionen an.
  • Erlebnisfaktor: Gestalte den Besuch in deiner Eisdiele als Erlebnis – etwa durch Events, Probieraktionen oder besondere saisonale Angebote.

Wie richtest du die Eisdiele am besten ein?

Auch die Einrichtung und die Ausstattung deiner Eisdiele entscheidet darüber, ob sich deine Gäste wohlfühlen. Sie sollte zu deinem Konzept passen und authentisch, nicht aufgesetzt wirken.

  • Klares Design mit Persönlichkeit: Setze auf ein modernes, einladendes Design mit warmen, freundlichen Farben, die zu deinem Konzept passen – der Einrichtungsstil kann minimalistisch, farbenfroh oder elegant sein.
  • Wohlfühl-Atmosphäre: Gemütliche Sitzgelegenheiten, frische Blumen oder individuelle Deko-Elemente erzeugen ein einladendes Ambiente, das zum Verweilen einlädt.
  • Familienfreundlichkeit: Kleine Extras wie Kinderstühle oder eine Spielecke sorgen dafür, dass sich Familien willkommen fühlen.

Wie gehst du mit der Saisonalität um?

Weil das Geschäft mit Eis stark saisonabhängig ist, solltest du ein Konzept für die kalten Monate entwickeln:

  • Alternative Nutzung im Winter: Nutze die Räumlichkeiten beispielsweise als kleines Café oder Bistro mit warmen Getränken und kleinen Snacks. Auch eine Untervermietung an Pop-up-Stores, zum Beispiel für Wolle und Selbstgestricktes, ist denkbar.
  • Events veranstalten: Biete in der kalten Jahreszeit Events oder Workshops an, die Gäste auch in der Nebensaison anziehen.
  • Saisonale Angebote: Winterliche Eisvarianten, warme Waffeln oder heiße Schokolade könnten das Wintergeschäft beleben.

So kannst du sicherstellen, dass dein Geschäft das ganze Jahr über gut besucht bleibt.

Wer sind die Kund*innen deiner Eisdiele?

Um deine Eisdiele erfolgreich zu eröffnen, solltest du genau wissen, wer deine Kundschaft ist und wie du sie erreichst. Hier sind wichtige Fragen und Antworten, die dir helfen, deine Zielgruppe gezielt anzusprechen:

Wie erreichst du deine Zielgruppe?

Da die wichtigsten Zielgruppen für eine Eisdiele häufig Familien, Kinder und jüngere Menschen sind, solltest du dein Marketing darauf abstimmen:

  • Lokale Präsenz: Nutze klassische Werbemittel wie Flyer, Plakate oder Anzeigen in lokalen Zeitungen, um Menschen in deiner direkten Umgebung anzusprechen.
  • Digitale Sichtbarkeit: Sei aktiv in sozialen Medien wie Instagram. Poste regelmäßig ansprechende Bilder, Aktionen und Storys – so erreichst du gezielt ein jüngeres Publikum und Familien.
  • Lokale Kooperationen: Arbeite ggf. mit Unternehmen, Vereinen oder Kitas aus der Nachbarschaft zusammen, um deine Bekanntheit in der Region zu erhöhen.

Wie überzeugst du Laufkundschaft, in deine Eisdiele zu kommen?

Um Passant*innen spontan in deine Eisdiele zu locken, gibt es verschiedene Maßnahmen:

  • Attraktive Außenwerbung: Ein ansprechend gestalteter Aufsteller oder Plakat mit besonderen Angeboten oder wechselnden Specials direkt vor deiner Tür zieht Aufmerksamkeit auf sich.
  • Gratisproben und Gutscheine: Verteilst du in der Nähe deines Geschäfts kleine Gratisproben oder Gutscheine, weckst du Interesse und machst neugierig auf dein Angebot.
  • Einladendes Ambiente: Sorge dafür, dass die Eisdiele von außen einladend und offen wirkt – beispielsweise durch helle Beleuchtung, klare Beschilderung und freundliches Personal.

Wie bindest du Kundschaft an dich?

Langfristiger Erfolg entsteht nur, wenn du deine Gäste dauerhaft an dich bindest. Hier sind einige bewährte Methoden zur Kundenbindung:

  • Treueprogramme: Belohne Stammgäste mit Treuekarten oder Sammelaktionen. Zum Beispiel erhält man nach zehn gekauften Eisportionen die elfte gratis.
  • Regelmäßige Events und Specials: Biete Events oder besondere Aktionen an, die Abwechslung schaffen und deine Kundschaft dazu bringen, regelmäßig vorbeizuschauen – etwa Eis-Verkostungen, Gewinnspiele oder spezielle Angebote für Familien.
  • Persönliche Ansprache und Servicequalität: Begeistere deine Kund*innen mit einem persönlichen und aufmerksamen Service. Wer sich wohlfühlt, kommt gerne wieder.

Brauchst du Personal, um eine Eisdiele zu betreiben?

Zu Beginn kannst du deine Eisdiele vielleicht mit Unterstützung von nur ein bis zwei Minijobber*innen betreiben. Aber auf lange Sicht wirst du ohne ein starkes Team nicht auskommen.

Wie viel Personal du tatsächlich brauchst, hängt stark von deinem individuellen Geschäftsmodell ab. Entscheidende Faktoren sind:

  • Bedienung am Tisch: Wenn du zusätzlich zur Thekenausgabe auch Tischservice anbieten möchtest, steigt der Personalbedarf.
  • Öffnungszeiten: Je länger und flexibler du öffnest, desto wichtiger wird es, dich personell zu entlasten.
  • Kundenandrang: Sobald dein Geschäft gut angelaufen ist, wirst du kurzfristig weitere Kräfte benötigen – besonders in den warmen Sommermonaten und zu Stoßzeiten an Wochenenden oder Feiertagen.

Plane also von Anfang an flexibel und halte Ausschau nach potenziellen Aushilfen, um auf wechselnde Bedürfnisse schnell reagieren zu können.

Wie viel kostet es, eine Eisdiele zu eröffnen?

Die Kosten, um eine Eisdiele zu eröffnen, variieren stark nach Standort, Größe und Ausstattung. Grundsätzlich solltest du jedoch mit einer Investition zwischen 20.000 und 80.000 EUR rechnen – abhängig davon, ob du Räumlichkeiten neu einrichtest oder eine bestehende Eisdiele übernehmen kannst. Der größte Anteil entfällt meist auf Einrichtung und technische Geräte wie die Eisvitrine und Maschinen.

Wie viel Startkapital braucht man für eine Eisdiele?

Als Startkapital für eine kleine bis mittelgroße Eisdiele ohne eigene Eisproduktion solltest du mindestens 20.000 bis 30.000 EUR einplanen. Größere Umbauten oder die Anschaffung einer Produktionsanlage können schnell höhere Investitionen von bis zu 80.000 EUR oder mehr erfordern. Neben den Anschaffungs- und Baukosten solltest du zu deinem Kapitalbedarf auch Reserven für die ersten Monate einrechnen, da es eine Weile dauern kann, bis deine Eisdiele Gewinne erwirtschaftet.

Welche Kosten fallen im laufenden Betrieb an?

Folgende regelmäßige Kosten solltest du in deiner Finanzplanung berücksichtigen:

  • Miete und Nebenkosten: Unabhängig vom Umsatz musst du jeden Monat nicht nur Miete, sondern auch Strom, Wasser und Heizung bezahlen.
  • Personalkosten: Gehälter und Lohnnebenkosten für Mitarbeiter*innen oder Aushilfen.
  • Waren und Zutaten: Regelmäßiger Einkauf von Rohstoffen, Verpackungsmaterial und Zusatzprodukten wie Getränken.
  • Versicherungen und Gebühren: Betriebshaftpflichtversicherung, Beiträge zur Berufsgenossenschaft und gegebenenfalls Lizenzgebühren.
  • Werbung und Marketing: Kosten für Flyer, Online-Präsenz, Aktionen und Kundenbindung.

Durch eine genaue Kalkulation stellst du sicher, dass dein Geschäftsmodell langfristig tragfähig ist.

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Wie finanzierst du deine Gründung? Mit Tipps aus der Gründungspraxis

Nachdem du jetzt weißt, mit welchen Kosten du bei der Eröffnung deiner Eisdiele rechnen musst, steht die nächste Frage an: Wie finanzierst du das alles?

Die beste Lösung ist natürlich Eigenkapital – beispielsweise Erspartes oder ein Darlehen aus der Familie. Doch oft reicht das nicht aus, sodass du zusätzlich Fremdkapital benötigst, etwa einen Bankkredit oder öffentliche Fördermittel. Um Banken und Investor*innen davon zu überzeugen, deine Gründung zu unterstützen, brauchst du einen schlüssigen Businessplan. Dieser zeigt, dass deine Eisdiele wirtschaftlich tragfähig ist und sich die Finanzierung lohnt.

In unserem Beispiel für einen Businessplan für ein Café findest du konkrete Inspirationen, wie ein überzeugender Businessplan für Gastronomie aussieht. Erstelle mit SmartBusinessPlan ohne langwierige Recherchen und mühselige Formatierungen einen bankfertigen Businessplan – ganz einfach und Schritt für Schritt:

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Lisa Staib hat selbst erfolgreich ein Eiscafé eröffnet und weiß, worauf es bei der Finanzierung ankommt. Hier verrät sie, wie sie typische Klippen bei der Finanzierung geschickt umsegelt hat.

Lisa berichtet: „Unsere Hausbank verlangte einen Eigenkapitalanteil von 60 Prozent. Das ist in der Gastronomie oft üblich, aber definitiv eine Herausforderung. Mein Tipp: Prüfe frühzeitig alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie Fördermittel oder private Darlehen von Familie und Freunden.“

Ein Dilemma, das viele Gründer*innen kennen: Banken möchten vor der Kreditvergabe einen Mietvertrag sehen, während Vermieter zuerst die Finanzierungszusage verlangen. Lisa rät pragmatisch: „Am besten versuchst du beides parallel zu organisieren. Flexibilität und gute Kommunikation sind dabei entscheidend.“ 

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Fazit

Eine eigene Eisdiele ist ein Traum, der mit sorgfältiger Planung, einem klaren Konzept und guter Vorbereitung durchaus realistisch ist. Nutze deine Chance – mit einem überzeugenden Businessplan und etwas Mut steht deiner erfolgreichen Gründung nichts mehr im Weg.

FAQ zum Thema Eisdiele eröffnen

Wie viel kostet es, eine Eisdiele zu eröffnen?

Die Kosten variieren stark, je nach Standort und Konzept. Plane mit 20.000 bis 80.000 EUR für Einrichtung und technische Geräte.

Lohnt es sich, eine Eisdiele zu eröffnen?

Eine gut geplante Eisdiele kann sich lohnen. In attraktiven Lagen sind Tagesumsätze von 500 bis 2.000 EUR in der Saison realistisch. Wichtig sind Standort, Konzept und sorgfältige Kalkulation.

Kann jeder eine Eisdiele eröffnen?

 Ja, grundsätzlich kann jede*r eine Eisdiele eröffnen. Du benötigst eine Gewerbeanmeldung, ein sogenanntes Gesundheitszeugnis und eventuell weitere Genehmigungen wie eine Gaststättenkonzession.

Wie hoch ist die Gewinnspanne bei einer Eisdiele?

Die Gewinnspanne ist attraktiv: Pro Kugel Eis (Verkaufspreis ca. 1,62 EUR) liegen die Herstellungskosten bei etwa 0,10 bis 0,50 EUR.

Wie viel Gewinn macht eine Eisdiele?

Der Gewinn hängt stark von Standort, Betriebskosten und Wetter ab. Gute Lagen erzielen in der Saison täglich bis zu 2.000 EUR Umsatz, bei entsprechender Kostenkontrolle bleibt ein nennenswerter Gewinn.

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bhp