Mit Biomode in die Selbstständigkeit – Nicht immer von Erfolg gekrönt

Rounded Bottom Secondary

„Bio“ liegt voll im Trend, auch in der Mode. Ob kleine Boutique oder großes Modelabel, Shirts aus Biobaumwolle oder Öko-Schuhe – Fairtrade und Nachhaltigkeit werden auch bei Fashion immer wichtiger. Viele Gründer sehen im Bereich Biomode einen Weg in die Selbstständigkeit. Doch nicht bei allen klappt es. Die Kollegen von brand eins haben hier anhand zweier Beispiele herauszufinden versucht, was den Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern ausmachen kann. Wir fassen die Beobachtungen zusammen.

Beispiel 1
An Fehleinschätzungen gescheitert

Vor einigen Jahren machte ein Start-up mit einer tollen Idee Schlagzeilen: Ein Onlineshop für fair hergestellte, ökologisch einwandfreie Kindermode. Kids-Streetwear, recyclebar und made in Germany, die gegen Rabatt für die nächste Bestellung zurückgenommen werden sollte, wenn sie nicht mehr passt. Das klang super, doch zweieinhalb Jahre nach der Gründung kam das Aus. Warum? Ein paar Erklärungsansätze:

  • Den Gründern fehlte es an Vorerfahrungen in der Branche.
  • Sie überprüften die Annahmen, auf denen ihr Geschäftsmodell basierte, zu spät – viele Irrtümer fielen erst im laufenden Betrieb auf und es musste immer wieder nachjustiert werden.
  • Made in Germany machte die Textilien unnötig teuer – auch in Griechenland oder Indien gibt es Produzenten mit guten und fairen Arbeitsbedingungen.
  • Per Onlineshop an die Zielgruppe heranzukommen, schien in der Theorie leichter, als es in der Praxis war.
  • Die Gründer unterschätzten, wie hoch die Umsätze im Onlinehandel sein müssen, um profitabel zu sein, und überschätzten, wieviel ihre potenziellen Kunden auszugeben bereit waren.

Teste SmartBusinessPlan noch heute!

Ohne Risiko. Kein Zahlungsmittel notwendig.

Unverbindlich testen!

Beispiel 2
Erfahrungen vor der Selbstständigkeit sind Gold wert

Ein anderer Gründer, dessen Modelabel auf der Summe seiner vorherigen Erfahrungen basierte, hatte mehr Erfolg. Die Grundidee: nachhaltig hergestellte, coole Schuhe und Sneaker. Aus vorherigen Jobs wusste er um die Wünsche und Lebensstile der Kunden, kannte Ökostandards und Produktionsstandorte, Vertriebswege und Kalkulationen. Und er hatte sich ein Netzwerk in der Branche aufgebaut. Erst dann machte er sich mit den eigenen Ersparnissen in einer Altbauwohnung selbstständig und arbeitete mit Freischaffenden, um Kosten zu sparen. Um an den Markt zu kommen,

  • suchte er die Zusammenarbeit mit anderen Biomode-Labels und
  • mietete Showrooms in Großstädten, um seine Öko-Kollektion direkt an die Boutiquen und Geschäften vor Ort zu bringen.
  • Er überzeugte seine Kunden, zu einem geringeren Preis gegen Vorkasse zu bestellen.
  • Im Marketing setzte er auf Mundpropaganda, soziale Medien und einen prominenten, glaubwürdigen Markenbotschafter.

Inzwischen vertreibt er seine Schuhe nicht mehr nur über Dritte vor Ort und im Internet, sondern auch in der eigenen Boutique und seinem Internetshop.

Fazit
Was können wir daraus lernen, nicht nur für den Bereich Modedesign und Fashion?

  • Nutze deine Erfahrungen und gründe mit einem einfachen, überschaubaren Konzept.
  • Überprüfe deine Annahmen noch vor der Gründung an der Realität.
  • Der beste proof of concept sind Bestellungen gegen Vorkasse.
  • Fange klein an, setze auf Partner und die Zusammenarbeit mit Dritten, die zu Dir passen – größer kann dein Business auch später noch werden.
Über den Autor
Anna Jacobi

Anna Jacobi ist unsere Expertin für Online-Marketing und Online-PR. Anna sorgt dafür, dass unsere App im Netz gefunden wird und schreibt auf dem Gründer-Blog von SmartBusinessPlan rund um das Thema Businessplan und Existenzgründung.

Ich bin bereit, ein neues Projekt mit SmartBusinessPlan zu starten.

Jetzt durchstarten!
bhp