Onlineshop eröffnen leichtgemacht

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Einen Onlineshop eröffnen ist eine komfortable Möglichkeit, sich an der Selbständigkeit zu versuchen. Durch das niedrige Risiko und den potentiell hohen Gewinn ist es selbst für noch unerfahrene Gründer geeignet.
Mit einem Onlineshop muss man nicht gleich alles auf eine Karte setzen. Da man je nach Anspruch den investierten Zeitaufwand selbst bestimmen kann, eignet sich ein Onlineshop auch sehr für die nebenberufliche Gründung.
Damit dein Onlineshop ein Erfolg wird, solltest du dich zuerst mit ganz grundlegenden Themen beschäftigt haben. Bestimmte Fragestellungen fallen bei jeder Unternehmensgründung an, nicht nur beim Onlineshop eröffnen. Aus diesem Grund solltest du die folgenden Fragen mit Ja beantworten können, bevor du dich mit den Details eines Onlineshops auseinandersetzt.
Ist dein Produkt fertig entwickelt?
Weißt du genau, wer deine Zielgruppe ist?
Bist du dir sicher, dass deine Zielgruppe dein Produkt kaufen wird und wenn ja, zu welchem Preis?
Falls du Hilfe beim Klären dieser Fragen brauchst, wirf einen Blick in unser Lexikon. Dort findest du detaillierte Erklärungen zu den genannten Themen.
Wenn diese Fragen geklärt sind, können wir uns mit den einzigartigen Herausforderungen beschäftigen, vor die dich dein Onlineshop stellen wird.

Der Onlineshop

Als Erstes brauchst du eine treffende Domain für deinen Shop. Es gibt mehr Empfehlungen zum Vorgehen bei der Namenssuche als man zählen kann. Denk dir einfach einen Namen aus, der dir gefällt und/oder dein Geschäft gut beschreibt und prüfe ihn dann auf Verfügbarkeit. Versuche nicht auf Biegen und Brechen Keywords in den Domainnamen zu stopfen, denn Google interessiert das immer weniger. Im schlechtesten Fall kann es bei deinen Kunden sogar als unseriös rüberkommen. Verschwende nicht zu viel Zeit mit der Suche nach dem perfekten Domainnamen, denn den gibt es ohnehin nicht.
Wenn du deine Domain besitzt wird es Zeit, sie mit Leben zu füllen. Selbst für einen Profi ist das ein langer und teurer Prozess. Falls du ein guter Software-Entwickler bist und schon Erfahrung mit dem Programmieren von Webshops hast, kannst du das selbst übernehmen. Alle anderen sollten sich an Onlineshop-Anbieter wenden. Diese offerieren für eine monatliche Gebühr fertige und voll einsatzbereite Onlineshops. Vergleiche einige Anbieter miteinander und wähle den, dessen Kosten und Angebotspalette am besten zu deiner Geschäftsidee passen. Vom einsatzbereiten Mailsystem über die Buchführung und Rechnungslegung bis zur automatischen Zahlungsabwicklung ist alles möglich. Es gibt sogar Anbieter, die die Suchmaschinenoptimierung (SEO) für dich übernehmen – für den Fall, dass dies nichts für dich ist.

Logistik

Mit einer schnellen und unkomplizierten Lieferung steht und fällt der Onlineshop. Das Produkt muss kommissioniert, verpackt und versendet werden. Rücksendungen und Reklamationen müssen überprüft, bearbeitet und dokumentiert werden.
All diese Dinge kosten Zeit und sind personell aufwändig. Wenn du einen neuen Onlineshop eröffnen und auf natürliches Wachstum setzen willst, lassen sich diese Prozessse am Anfang noch persönlich regeln. Jetzt kannst du zwei Wege gehen. Entweder du investierst eine große Menge Geld in ein Lager und zusätzliches Personal oder du nutzt einen Drittanbieter, der diese Prozesse für dich übernimmt. Finanziell kommst du meist mit der zweiten Variante besser weg, denn eine bestehende Infrastruktur zu nutzen ist meist effektiver als selbst eine aufzubauen. Das bringt uns auch gleich zum nächsten Thema: Dropshipping.

Dropshipping

Die Kapazitäten des eigenen Onlineshops sind oft durch Personal und Kapital begrenzt. Neben dem Anbieten der Produkte auf der eigenen Verkaufsfläche ist Dropshipping ein zusätzlicher Weg zur Erzielung von Einnahmen. Hierbei verkauft man sein Produkt über eine unternehmensfremde Plattform. Das wohl bekannteste Beispiel für einen Dropshipping-Anbieter ist Amazon. Eine solche Plattform liefert die gesamte Shop-Infrastruktur und verkauft dein Produkt für dich. Du musst dich, je nach Vertrag, nur noch um Produktion und Versand kümmern. Damit sich das für Amazon und Co. lohnt, verlangen diese Anbieter für den Service natürlich Gebühren,meist im Bereich von 10%-15% des Umsatzes. Neben dem Testen, wie das Produkt ankommt und für die Etablierungsphase eignet sich Dropshipping als Quelle für reiche Erfahrungen und erste Umsätze.

 

Amazon Fulfillment Center

Amazon bietet mit seinem FBA-Programm einen hilfreichen Service für Onlinehändler an.

Rechtsschutz

Als Betreiber eines Onlineshops unterliegst du, wie auch jedes lokale Geschäft, gewissen rechtlichen Grundsätzen. Diese können vor allem für Neueinsteiger überwältigend wirken. Hier kannst du zwei Wege beschreiten.
Das Internet ist randvoll mit allen wichtigen Informationen, die du für die Gewährleistung der Rechtssicherheit brauchst. Allerdings musst du dir diese Informationen zusammensuchen und selbst dann hast du keine Garantie, dass sie korrekt oder aktuell sind.
Wem das zu unsicher ist, der kann sich über den Händlerbund absichern. Dieser liefert alle relevanten Rechtstexte wie Impressum, AGB etc. und steht im Falle einer Abmahnung oder eines anderen rechtlichen Problems an deiner Seite. Je nach Leistungspaket sind auch Kundenbewertungen und ein zertifiziertes Siegel im Angebot enthalten.

Preis

Den Preis für dein Produkt berechnest du so, wie es in der Regel in jedem anderen Unternehmen erledigt wird. Du wiegst Kosten, Marktsituation und Nachfrage gegeneinander ab und versuchst, die beste dir mögliche Balance zu finden. Ein verbreiteter Fehler unter Onlineshop-Anbietern ist, sich auf einen Preiskampf mit anderen Shops einzulassen. Da die Kosten eines Webshops günstiger sind als die eines klassischen Ladengeschäfts, gehen die Betreiber mit dem Preis häufig weit nach unten, um die Konkurrenz auszustechen. Das wiederum führt zu einem Preiswettkampf, bei dem alle Beteiligten verlieren. Setze als Preis, was für den Markt angemessen ist und was die Qualität deines Produktes widerspiegelt. Wenn du das entsprechend an deine Kunden kommunizierst, werden sie den Preis akzeptieren. Preise, die der Kunde als zu niedrig für ein Produkt ansieht, können nämlich auch Misstrauen gegenüber der Qualität des Produktes wecken.

 

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SEO

Obwohl es in der Vergangenheit einen schlechten Ruf hatte, ist Suchmaschinenoptimierung (SEO) immer noch der wichtigste Bereich des Marketings für Onlinegeschäfte. Grund hierfür ist die Tatsache, dass fast alle Kunden beim Kauf im Internet Google benutzen. Um dort auf den ersten Ergebnisseiten für eine Produktsuche aufzutauchen, müssen beim Aufbau und der Seitenpflege diverse Praktiken und Regeln beachtet werden. Entweder, du bringst dir SEO mittels Webinaren, Tutorials und Best Practices selbst bei, oder du investierst in eine professionelle Agentur. Für den Anfang solltest du dein SEO selbst übernehmen, denn nur so kriegst du ein Gefühl dafür, was funktioniert und was nicht. Leider gibt es unter SEO-Agenturen auch viele schwarze Schafe, die dir diverse Versprechungen machen und wenige bis gar keine davon halten. Aber Achtung: Einige Agenturen benutzen alte, überholte Methoden, die dir Strafen von Google einbringen können. Denn ist das Vertrauen von Google einmal verspielt, ist es schwierig zurückzugewinnen. Neben Google gibt es natürlich noch andere Suchmaschinen, allerdings hat der Platzhirsch den mit Abstand größten Marktanteil und ist daher in der Regel die für dich relevanteste Recherchequelle. Beim Dropshipping über Amazon gibt es auch wieder spezielle Regeln, schau dir hier zum Einstieg Best Practices an.

E-Mail-Marketing

Es ist eher ein Klassiker, aber nichtsdestotrotz noch immer sehr wirksam. Via Newsletter hältst du deine Kunden über Angebote auf dem Laufenden und bleibst präsent. Eine interessante Taktik ist die E-Mail beim abgebrochenen Kauf. Verlässt der Kunde die Seite mit einem nicht gekauften Produkt im Einkaufswagen erhält er eine E-Mail, die ihn darauf hinweist. Dadurch wird der Kunde zurück in den Shop gelenkt. Das ist nur eine von zahlreichen Möglichkeiten, wie du sehr gezielt E-Mails mit einem genau bestimmten Ziel einsetzen kannst.

Social Media

Social Media ist ein schnell wachsender Bereich mit diversen Anbietern. Die verschiedenen Anbieter ermöglichen dir, mit der gewünschten Zielgruppe in Kontakt zu treten. Richtig eingesetzt sind Social-Media-Kanäle ein kostengünstiger, aber sehr wirkungsvoller Weg, um Werbung für den eigenen Shop zu machen.
Besonders gut macht sich Social Media um herauszufinden, wo deine Kunden sich in der Onlinewelt meist aufhalten und welche Themen für sie interessant sind. Facebook bietet diverse Möglichkeiten, bezahlte Kampagnen durchzuführen, die von dir bestimmte Zielgruppen ansprechen können. Führe ein paar dieser Kampagnen durch und werte diese dann aus. Dann kannst du sehen, welche Kunden am häufigsten kaufen, ob sie wiederkehrende Kunden sind und mit welcher Art Beitrag du sie am besten erreichst.

Fazit

Die Anzahl der Dinge, die du beachten musst, wenn du deinen eigenen Onlineshop eröffnen willst, ist relativ groß. Lass dich jedoch nicht davon abschrecken. All diese Dinge können gelernt und mit wachsender Erfahrung einfacher umgesetzt werden. Fang lieber jetzt an und mache Fehler anstatt ewig rumzusitzen und dir den Kopf zu zerbrechen, ob du alles bedacht hast. Eine komplette Best Practice gibt es nicht. Gehe so vor, dass der Weg zu dir als Person und zu deinem Konzept passt.
Für noch mehr Inspiration lege ich dir unsere Businessplan-Beispiele ans Herz. Zum einen gibt es den kompletten Geschäftsplan des Gourmet-Onlineshops Solvino und zum anderen die Zeltbauer von Heimplanet. Beide nutzen erfolgreich Webshops um ihre Produkte zu vertreiben. Schau einfach in die Businesspläne und lass dich inspirieren. Tipp: den Businessplan von Heimplanet kannst du dir kostenlos in der 7-Tage-Probeversion anschauen.

Über den Autor
Julius Pankoke

Julius Pankoke ist bei uns für internationales Marketing zuständig. Er schreibt in unserem Gründerblog über Business Development, Existenzgründung und Marketing.

Ich bin bereit, ein neues Projekt mit SmartBusinessPlan zu starten.

bhp