Gründungszuschuss – Tipps für deinen Businessplan

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Seit mehreren Jahren gelten nun schon die neuen Regeln für den Gründungszuschuss. Die Bundesregierung hatte Anfang 2012 den Gründungszuschuss von einer Pflicht- in eine Ermessensleistung umgewandelt und damit die Förderbedingungen drastisch verschärft. Seitdem entscheiden die Agenturen, wer gefördert wird. Und die Zahl der Geförderten ist um fast 90% zurück gegangen.

2014 hat die Bundesagentur für Arbeit zwar ihr Budget für die Gründungsförderung aus der Arbeitslosigkeit verdoppelt. Dennoch gilt weiterhin: Nur wenn du dich als Gründer gut vorbereitest, hast du Chancen auf Förderung. Was das für dich als Gründer bedeutet, was du brauchst und wissen musst, und vor allem, wie du einen chancenreichen Businessplan erstellst, der die Kriterien erfüllt, wollen wir dir hier zeigen.

Kurz: Was ist der Gründungszuschuss genau?

Mit dem Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit sollst du als Gründer – sofern du aus dem Bezug von Arbeitslosengeld I (ALG I) heraus startest – finanzielle Startprobleme überbrücken und deinen eigenen Lebensunterhalt sichern können.

Gefördert werden alle selbstständigen hauptberuflichen Tätigkeiten, bei denen es sich um ein tragfähiges, Erfolg versprechendes Unternehmenskonzept handelt. Als Antragssteller musst du die erforderlichen fachlichen und persönlichen Eignungen für diese Tätigkeiten mitbringen und auch die materiellen Voraussetzungen erfüllen.

Antragsberechtigt sind grundsätzlich alle Bezieher von Arbeitslosengeld I, wenn sie noch einen Restanspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 150 Tagen haben, und mit der Gründung eines Unternehmens eine hauptberufliche Selbstständigkeit anstreben.

Die Gewährung des Zuschusses ist aber, wie gesagt, eine Ermessensleistung. Das heißt: Dein Vermittler prüft zunächst, ob die Grundvoraussetzungen erfüllt sind und trifft dann eine Ermessensentscheidung, ob du die Fördermittel bekommst.

Konkret: Was beinhaltet der Gründungszuschuss?

Der Gründungszuschuss wird in 2 Phasen geleistet. Für 6 Monate wird der Zuschuss in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes zur Sicherung des Lebensunterhalts und 300 € zur sozialen Absicherung gewährt.
Für weitere 9 Monate können 300 € pro Monat zur sozialen Absicherung gewährt werden, wenn eine intensive Geschäftstätigkeit im Hauptberuf dargelegt wird.

Person an Schreibmaschine

Klartext: Wie bekomme ich den Gründungszuschuss für meine Existenzgründung?

Zunächst einmal gilt: Wenn du alle oben genannten formalen Anforderungen des Antrags auf Gründungszuschuss erfüllst, das zweifelsfrei belegen und überzeugend vermitteln kannst, dann hast du eine gute Chance, den Gründungszuschuss zu erhalten.

Grundsätzlich empfehlen wir dir, den Antrag auf jeden Fall zu stellen. Lass dich nicht von deinem Sachbearbeiter oder anderen Gründern entmutigen. Der starke Rückgang der Bewilligungszahlen ist nämlich auch darauf zurückzuführen, dass wesentlich weniger Anträge gestellt wurden. Außerdem hat die Arbeitsagentur ihr Einsparungsziel längst übertroffen und so ist in letzter Zeit wieder eine höhere Zusagenquote zu bemerken.

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Was muss ich im Businessplan für die Arbeitsagentur beachten?

Sicher ist jede Entscheidung über den Gründungszuschuss auch eine Einzelfallentscheidung. Wir haben von unseren Gründern und Beratern allerdings gelernt, dass es durchaus einige Punkte im Businessplan speziell für die Arbeitsagentur zu berücksichtigen gibt, mit denen du deine Chancen auf den Gründungszuschuss durchaus maximieren kannst:

  1. Die Arbeitsagentur wird dir den Gründungszuschuss nur gewähren, wenn du ihn benötigst, um dir eine tragfähige Existenz aufzubauen. Das bedeutet: Der Gründungszuschuss ist zwingend notwendig, um eine Anlaufphase zu überbrücken, in der die Gewinne noch nicht ausreichen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Danach werden allerdings Gewinne erzielt, die den Lebensunterhalt Sozialversicherungen finanzieren. Im Umkehrschluss heißt das: Wer sofort ausreichende Gewinne einplant, hat geringe Chancen auf Bewilligung. Gleiches gilt, wenn die Anfangsphase mit nicht ausreichenden Gewinnen 6 Monate deutlich überschreitet.
  2. Der Gründungszuschuss sollte in die Finanzierungsplanung allerdings noch nicht eingerechnet werden. Schließlich dient er nicht, wie der Name vielleicht vermuten lässt, zur Finanzierung des Gründungsvorhabens, sondern zur Absicherung der Grundversorgung in der Anfangsphase. Im Gespräch mit deinem Sachbearbeiter kannst du aber anbieten, einen zweiten Plan anzulegen, in dem der Gründungszuschuss eingerechnet ist und so die Liquidität positiv ausfällt.
  3. Eine Vermittlung in den Arbeitsmarkt hat Vorrang vor dem Gründungszuschuss. Das heißt, gerade gut qualifizierten Arbeitslosen wird der Gründungszuschuss gerne mit der Begründung „zu gut vermittelbar“ verweigert. Für diese Gründer gilt es, unbedingt herauszuarbeiten, warum eine Vermittlung in eine Anstellung wenig erfolgsversprechend ist. Zum Beispiel, wenn deine Qualifikation nicht zu den verfügbaren Stellenangeboten passt. Auch gesundheitliche und persönliche Gründe können gegen eine Anstellung sprechen, z.B. bei Alleinerziehenden, die flexible Arbeitszeiten benötigen.
  4. Die Geschäftsanweisung zum Gründungszuschuss, auf die sich die Sachbearbeiter bei ihrer Beurteilung stützen, ist im Internet frei abrufbar und enthält alle wichtigen Kriterien.


Welche Unterlagen brauche ich für die Beantragung des Gründungszuschusses?

  1. Einen professionellen Businessplan, der eine umfassende 3-Jahres-Finanzplanung inkl. Liquiditäts- und Rentabilitätsvorschau enthält und alle oben genannten Besonderheiten berücksichtigt
  2. Ein Gutachten bzw. fachkundige Stellungnahme, das dir die Tragfähigkeit deines im Businessplan beschriebenen Vorhabens belegt. Eine solche fachkundige Stelle kann eine Kammer, ein Gründerzentrum oder auch ein Unternehmensberater sein.
  3. Den Nachweis deiner fachlichen und persönlichen Qualifikation. Dafür kann unter Umständen die Teilnahme eines Existenzgründerseminars notwendig sein.
  4. Einen Lebenslauf
  5. Einen Nachweis der Anmeldung deiner selbstständigen Tätigkeit beim Finanzamt oder Gewerbeamt
  6. Den ausgefüllten Antrag auf Gründungszuschuss

Wie kann mir SmartBusinessPlan bei der Erstellung des Businessplans für den Gründungszuschuss helfen?

Dank zahlreicher Rückmeldungen unserer Nutzer wissen wir, dass sich SmartBusinessPlan als Tool gut dafür eignet, den Antrag auf Gründungszuschuss zu unterlegen. Auch von den Arbeitsagenturen bekommen wir bzw. die Gründer mit ihrem SmartBusinessPlan viel Lob.

Mit unserer integrierten Finanzplanung lässt sich einfach und anschaulich darstellen, weshalb du den Gründungszuschuss benötigst:

  • Mit einem Liquiditätsdiagramm kannst du verdeutlichen, weshalb du in der Anfangsphase den Gründungszuschuss benötigst.
  • Die Rentabilitätsvorschau zeigt genau, welche Gewinne du erwartest und ob diese in absehbarer Zeit ausreichen, um deine Existenz zu sichern.

Weiterhin findest du in den Businessplan Mustern unserer Web-App zwei echte Beispiele von Gründerinnen, die mithilfe von SmartBusinessPlan den Gründungszuschuss erhalten haben.

Das Team von SmartBusinessPlan wünscht dir viel Erfolg bei der Beantragung des Gründungszuschusses!

Über den Autor
Anna Jacobi

Anna Jacobi ist unsere Expertin für Online-Marketing und Online-PR. Anna sorgt dafür, dass unsere App im Netz gefunden wird und schreibt auf dem Gründer-Blog von SmartBusinessPlan rund um das Thema Businessplan und Existenzgründung.

Ich bin bereit, ein neues Projekt mit SmartBusinessPlan zu starten.

bhp