Polaroid Stempel Pflanzen

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Businessplan für Grafikdesign
Interview mit Kathrin Bender, Designerin, Illustratorin und Gründerin aus Köln

Art des Unternehmens

Designstudio

Besonderheit

Umweltfreundliche  Papeterieprodukte, Vertrieb über DaWanda und etsy

Stempel Pflanzen
Kathrin Bender

Kathrin Bender

Stempel Baum Agave

Designerin Kathrin Bender sucht die simple Schönheit in den Dingen: In einem knorrigen Zweig, zart gegliederten Blüten oder den Ästen eines Baumes. Die zaubert sie dann auf nachhaltig gedruckte Karten und umweltfreundliche Stempel. Die feinen Papeterieprodukte von STUDIO KARAMELO, wie sie ihr Label getauft hat, findet man in ihrem eigenen Online-Shop, in Geschenkeläden und Concept Stores. Für ihre Gründung benötigte Kathrin den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit. Den hat sie mit unserem Spezial-Businessplaner für Kreative auch erhalten. Euch stellt sie ihren Businessplan für Grafikdesign als Beispiel zur Verfügung – und erzählt uns im Interview, wie es ihr damit ergangen ist.

STUDIO KARAMELO bei Facebook, bei DaWanda und bei etsy

„Besonders hilfreich fand ich den Zahlenteil. Wenn man vorher noch nie einen Liquiditäts- oder Rentabilitätsplan geschrieben hat, bekommt man bei euch eine sehr gute Hilfestellung.“

SmartBusinessPlan: Wunderbare Postkarten und Stempel bietest du über deine Firma STUDIO KARAMELO an. Wie kam es zu deiner Existenzgründung?
Kathrin: Ich habe Design studiert, war jahrelang in einer Galerie für zeitgenössische Kunst tätig und habe Pressearbeit, Online-Redaktion usw. gemacht –  viel Organisation und Computer-Tätigkeit. Irgendwann (2009 war das) brauchte ich einen kreativen Ausgleich und fing an zu zeichnen. Daraus sind die ersten Stempel und botanischen Drucke entstanden. Mit denen bin ich auf einen Designmarkt gegangen und hatte direkt Erfolg. So war STUDIO KARAMELO geboren. In den ersten Jahren lief das allerdings nur nebenberuflich, neben dem Galeriejob. Irgendwann nahm das Geschäft mit der Illustration einen so großen Umfang ein, dass die Zeit nebenbei zu knapp wurde. Ich musste mich entscheiden, ob ich mich aus der nebenberuflichen Gründung hauptamtlich selbstständig machen wollte.

SmartBusinessPlan: Und wie hast du es entschieden?
Kathrin: Das hat sich auf einmal gut gefügt. Die Festanstellung in der Galerie endete und gab damit den Startpunkt für meine Selbstständigkeit. Ich musste dann direkt einen Businessplan schreiben, um den Gründungszuschuss beantragen zu können.

SmartBusinessPlan: Ah, und als du deinen Grafikdesign-Businessplan schreiben solltest, bist du auf uns gestoßen?
Kathrin: Genau. Ich habe im Netz nach guten Tools oder Vorlagen für einen „Businessplan Grafikdesign“ gesucht und vieles ausprobiert. Aber so richtig zufrieden war ich nirgends. Ich brauchte etwas, das mich durch die einzelnen Schritte coacht. Irgendwann bin ich auf SmartBusinessPlan gestoßen, und war erstmals angetan. Ein tolles Tool habt ihr da gebaut.

SmartBusinessPlan: Wie genau konnten wir dir bei deinem Businessplan als Grafikdesignerin helfen?
Kathrin: Beispielsweise mit den Leitfragen. Die haben mich direkt in die richtige Richtung geführt. Und dank der vielen Beispielpläne konnte ich mir schnell vorstellen, was wohin gehört. Sowieso war es spannend zu lesen, wie andere Gründer mit den einzelnen Fragen umgehen. Für mich als visuell denkender Mensch war es schwer, sich in die trockenen Fragen anderer Hilfsprogramme einzudenken. Bei euch war das anschaulicher gelöst. Besonders hilfreich fand ich den Zahlenteil. Wenn man vorher noch nie einen Liquiditäts- oder Rentabilitätsplan geschrieben hat, bekommt man bei euch eine sehr gute Hilfestellung.

SmartBusinessPlan: Du hast ja unseren Spezialplaner für Kreative genutzt, wo wir uns bemühen, besonders wenige BWL-Worte und Anforderungen zu stellen. Wurde das denn so bei der Arbeitsagentur akzeptiert?
Kathrin: Ich habe den Gründungszuschuss bekommen, ja.

SmartBusinessPlan: Du sagtest ja ehrlicherweise, dass du den Businessplan Grafikdesign schreiben musstest. Hat dir das denn etwas gebracht?
Kathrin: Meine Entscheidung stand schon vorher fest. Ich hätte das auch ohne Gründungszuschuss und Businessplan gemacht. Durchkalkuliert habe ich das anhand der Verläufe der letzten Jahre – mit ein paar Einsparungen und ein bisschen Optimismus. Das ganze habe ich dann noch mit einer Gründungsberatung hier in Köln durchgesprochen. Der Gründerberater dort hat mir auch die fachkundliche Stellungnahme gegeben, die für die Arbeitsagentur Pflicht war. Das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Köln bietet diesen Service kostenlos an. Es war schon ein gutes Gefühl, im Businessplan mal Zahlen und Gedanken systematisch aufzubereiten und zu merken, wann und wie sich das Ganze rechnen kann.

SmartBusinessPlan: Und? Rechnet es sich?
Kathrin: Ja, auf jeden Fall. Es ist natürlich klar, dass die kalkulierten Zahlen nicht 1:1 mit der Realität übereinstimmen. Auch ein bereits existierendes Unternehmen neu auf- und auszubauen, braucht Zeit. Man kann nicht erwarten, dass man innerhalb von einem halben Jahr komplett unabhängig ist und große Gewinne einfährt. Die Richtung ist aber die richtige!

SmartBusinessPlan: Erzähl nochmal genau, was du verkaufst.
Kathrin: STUDIO KARAMELO ist ein Designstudio für florale Illustration und hochwertige, umweltfreundliche  Papeterieprodukte. Den Schwerpunkt im Sortiment bilden meine floralen Stempel, mit denen damals ja auch alles angefangen hat. Daneben erweitere ich immer mehr das Papeterie-Sortiment um Gruß- und Klappkarten, Drucke, Geschenkpapiere etc. Papeterie im weitesten Sinne – und alles mit floralen Motiven, handgezeichnet – und dadurch immer ein bisschen ungerade. Ich liebe Pflanzen und bin passionierte Gärtnerin, das merkt man meinen Produkten an. Die Inspiration für meine Motive hole ich mir fast immer aus der Natur. Oder in der Küche. So entstehen zum Beispiel auch Stempel mit Besteck- oder Kochtopf-Motiven. Gerade ganz neu im Sortiment sind die Wegesrandkräuterkarten, die heimische Wildpflanzen zeigen mitsamt Information, wo man sie finden und was man damit machen respektive kochen kann.

In Zusammenarbeit mit qualifizierten, deutschen Handwerksbetrieben entstehen so hochwertige Designprodukte für den Schreibtisch und das Zuhause. Mein Anspruch ist es zudem, so umweltfreundlich wie möglich zu arbeiten. Meine Materialien stammen aus nachhaltiger und zertifizierter Produktion. Papeterie-Artikel und Verpackungen sind recyclebar, die Grußkarten sogar vollständig kompostierbar.

SmartBusinessPlan: Was läuft am besten?
Kathrin: Der Renner sind meine Hochzeitsstempel-Sets mit Do-It-Yourself-Charakter. Heiratswillige können sich ein florales Design aussuchen und das dann personalisieren, zum Beispiel mit ihren Initialen. Natürlich mache ich auf Wunsch auch etwas ganz Persönliches, aber das abseits des Shops. Mein Schwerpunkt sind florale Motive. Ich habe aber auch viele Muster entwickelt, die zum Beispiel auch als Tapete funktionieren.

SmartBusinessPlan: Interessantes Stichwort. Kennst du schon Philip Gaedke und seinen Tapetenkonfigurator? Philip ist ein Hamburger Gründer, der auch begeistert von SmartBusinessPlan war und deswegen seine Canvas für andere Gründer zur Verfügung gestellt hat.
Kathrin: Nein, noch nicht. Klingt spannend. Das schaue ich mir an.

SmartBusinessPlan: A propos: Vielen Dank, dass Du deinen Plan als „Beispiel Businessplan Grafikdesign“ für andere Existenzgründer zur Verfügung stellst.
Kathrin: Ja, ich habe ja selbst von den Beispielen anderer Gründer sehr profitiert. Da gibt man gerne auch etwas zurück.

SmartBusinessPlan: Zurück zum Geschäftlichen: Wie verkaufst du deine Produkte? Du hast ja durchaus eine spezielle Zielgruppe.
Kathrin: STUDIO KARAMELO gibt es im Moment in ausgewählten Läden zu kaufen. Aber natürlich verkaufe ich vor allem über meinen eigenen Online-Shop sowie über DaWanda und etsy.

Das sind beides Online-Marktplätze für handgemachte Artikel und Unikate. Die Idee dahinter ist, dass auch kleine Unternehmen ihre Produkte über ihren „eigenen“ Shop vertreiben können. Dieser Service finanziert sich zum einen durch die Einstellgebühr, zum anderen durch eine Verkaufsprovision. Etsy sitzt in den USA und bietet mir internationale Reichweite. DaWanda ist in Deutschland sehr stark. Deswegen arbeite ich mit beiden Plattformen.

SmartBusinessPlan: Erklär mal die Unterschiede, damit andere Gründer rausfinden können, ob das etwas für sie ist.
Kathrin: DaWanda kommt aus Deutschland und hat einen großen Markt im deutschsprachigen Raum, in europäische Länder wird aber verstärkt investiert. etsy ist ein amerikanisches Unternehmen und hierüber habe ich hauptsächlich Verkäufe nach Übersee. DaWanda ist vom Auftritt viel kommerzieller und auf Umsatz ausgerichtet. Das ist natürlich auch Ziel von etsy, wo aber zudem der gemeinschaftliche Gedanke stark gefördert wird: Eine Community, um gemeinsam etwas herzustellen, zu verkaufen und zu kaufen. Es unterstützt beispielsweise regionale Teams, damit sie sich austauschen. So ein Team habe ich hier in Köln auch geleitet. Ich bin im NRW-Team und auch im Deutschland-Team und tausche mich da aus. Beide Plattformen sind mittlerweile enorm gewachsen, so dass man viel Arbeit in die Shops dort stecken muss, um nicht unterzugehen.

Letztendlich ist es für mich aber wichtig, meinen eigenen Shop so zu entwickeln, dass ich unabhängig bin.

SmartBusinessPlan: Was zahlt man?
Kathrin: Das kommt auf den Verkaufspreis des Produktes an. Man zahlt sowohl eine Einstellgebühr für eine gewisse Laufzeit als auch eine Verkaufsprovision. Man kann seine Produkte in verschiedenen Kategorien einstellen. Einen Hochzeitsstempel kann ich z.B. unter Stempel und Hochzeit einstellen. Man zahlt dann aber auch mehr dafür. Zudem kann man kostenpflichtige Werbung schalten oder seine Produkte hervorheben lassen. Man sollte aber immer ein Auge auf Trends und Suchbegriffe haben. Da muss man schon mal verschieden Tags durchprobieren, bis es auf das Produkte und die Zielgruppe passt. Die monatlichen Kosten hängen davon ab, wie viele Produkte man einstellt und vor allem verkauft.

SmartBusinessPlan: Was machst du denn, um den eigenen Shop zu stärken?
Kathrin: Der hat einen ganz guten Start hingelegt, weil ich ja bei meiner Kundschaft nicht von null angefangen habe. Inzwischen mache ich 50% meines Umsatzes über den Shop. Ich habe jemanden für die Pressearbeit. Ansonsten läuft viel über Social Media, gerade Instagram wird hier immer wichtiger, Mund-zu-Mund-Propaganda und Flyer: Auf Märkten, in Cafés und bei Einzelhändlern, die meine Produkte im Programm haben.

SmartBusinessPlan: Wie fühlt sich das Leben jetzt als Unternehmerin an?
Kathrin: Es ist ein freies Gefühl, selbstbestimmt arbeiten zu können. Es entspricht auch meiner Lebenssituation mit Kindern. Für mich geht das Konzept total gut auf: Ich kann mich verstärkt der kreativen Arbeit widmen. Vorher kam das immer zu kurz. Ich konnte häufig nur Bestellungen abarbeiten. Jetzt kann ich mir kreative Räume schaffen. Wenn ich merke, ich bin im Flow, dann muss die Buchhaltung schon mal warten.

SmartBusinessPlan: Stimmt es, was Karl Marx schreibt, dass Einpersonenunternehmer ihre Angestellten besonders ausbeuten – weil Unternehmer und Angestellte dieselbe Person ist?
Kathrin: In gewisser Hinsicht schon, ich mache ja fast alles in Personalunion. Aber ich bekomme es immer besser hin, mir meine Zeit gesund und trotzdem effizient einzuteilen. Bei schönem Wetter gönne ich mir auch mal einen Tag frei. Ansonsten versuche ich mich an feste Arbeitszeiten von 8-14 Uhr, ggf. abends noch ein paar Stunden, zu halten. Nachmittags arbeite ich nicht, um meinen Kindern gerecht zu werden. Wenn ich den ganzen Tag arbeiten könnte, würde mein Unternehmen vielleicht schneller wachsen und ich würde schneller davon leben können. Aber das geht nicht, und damit kann ich gut leben.

SmartBusinessPlan: Was ist toll, was nervt am Unternehmerleben?
Kathrin: Momentan nervt vor allem die Willkür der Agentur für Arbeit. Ich versuche seit mehreren Monaten, in die zweite Phase der Förderung zu kommen und treffe auf sehr unterschiedliche Gemüter, die sehr unterschiedliche Ansichten haben. Allein das Prozedere ist undurchsichtig und sehr auf den guten Willen des Sachbearbeiters ausgelegt: Man bekommt teilweise die Formulare nicht online. Sie schlüsseln nicht auf, welche Unterlagen sie exakt (!) brauchen. Und dann bekommt man überraschend ein Schreiben, in dem steht, dass man doch nicht alles vollständig eingereicht hat, obwohl man telefonisch eine andere Auskunft erhalten hat. Das ist schon etwas bizarr. Man hat den Eindruck, dass die Agentur sich da die Arbeit selber schafft, damit die Mitarbeiter ausgelastet sind.

Am Unternehmerleben sonst nervt mich nichts, zumindest nicht momentan. Ich könnte lediglich mehr Hände gebrauchen…

SmartBusinessPlan: Was ist toll an der Selbstständigkeit?
Kathrin: Klingt platt, aber toll ist so ziemlich alles. Oder besser gesagt erfüllend. Die Eigenständigkeit, die Selbstbestimmtheit, der Zuspruch der Kunden. Das Verfolgen der eigenen Vision, das Tempo selbst zu bestimmen, die Bestätigung durch die eigene Arbeit.

SmartBusinessPlan: Hast Du noch Wünsche an SmartBusinessPlan? Du kennst unsere Software ja jetzt ganz gut, nachdem du den Businessplan Grafikdesign erstellt hast.
Kathrin: Prinzipiell wäre es gut, für die zweite Phase des Gründungszuschusses eine Anleitung oder anderweitige Hilfestellung zu bekommen. Ich hatte mich jetzt extra noch einmal angemeldet, um die Zahlen zu aktualisieren. Da musste ich etwas rumfummeln. Für die erste Phase waren aber Aufbau und Umfang sehr gut. Wirklich weit und breit das einzige gut aufgemachte Instrument für den Businessplan.

SmartBusinessPlan: Vielen Dank für die Blumen. Das war spannend. Viel Erfolg dir. Wenn es das Corporate Design erlaubt, kaufen wir unser nächsten Postkarten und Stempel bei STUDIO KARAMELO.

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