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Die Canvas von CRAFTSPACE jetzt bei SmartBusinessPlan

Interview mit Dr. Til Rochow, Mitgründer und Geschäftsführer von CRAFTSPACE

Art des Unternehmens

Sharing Plattform für Geschäftsräume

Besonderheit

Geschäftsmodell von Airbnb übertragen auf Räumlichkeiten für Gründer

Craftspace Gruender
Craftspace Studio

Häufig suchen Gründer oder Künstler nach dem passenden Raum für ihre Idee. Gleichzeitig nutzen viele Betriebe und Bastler ihre Räume nicht zu jeder Zeit. Mit der Sharing Plattform CRAFTSPACE (hier gehts zur Website) hat das Gründerteam um Til Rochow ein neues Netzwerk geschaffen, das Angebot und Nachfrage zusammen bringt: Ähnlich wie bei Airbnb für private Übernachtungen vermittelt das Startup CRAFTSPACE Geschäfts- und Kreativräume zwischen Vermieter und Mieter – und fördert damit nebenbei auch noch Unternehmertum, Handwerk und die Kreativszene. Unsere Smart Canvas hat den Gründern beim Sortieren und Diskutieren der anfänglichen Fragestellungen geholfen. Wir haben mit Mitgründer Til über das vielversprechende Geschäftsmodell gesprochen.

 

SmartBusinessPlan: Hallo Til. Über eure Sharing Plattform CRAFTSPACE kann man flexibel und einfach Produktions-, Gewerbe- und Hobbyräume mieten und vermieten. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Til Rochow: Bei meiner ersten Gründung, dem Holy Dogs Food Truck, waren wir sehr lange auf der Suche nach einer Produktionsküche. Wir fanden, dass das eine unnötige Gründungshürde ist. Als der Food Truck dann weniger Management Attention von mir brauchte, habe ich mich an die Idee erinnert. Ich habe mich mit zwei Freunden aus Studienzeiten zusammengesetzt und an dieser Idee gearbeitet. So entstand CRAFTSPACE.

SMARTBUSINESSPLAN: Was ist CRAFTSPACE denn ganz genau?

Til Rochow: Das ist eine Sharing Plattform, über die man Räume anbieten und Räume mieten kann. Und zwar auf flexibler Basis, das heißt ohne langfristigen Mietvertrag, tages-, wochen- oder monatsweise. Quasi das Airbnb für Gastro-, Werk- und Kreativräume. Der Anbieter gibt uns etwas von seinen Mieteinnahmen ab.

SmartBusinessPlan: Klingt ja einfach und zwingend: Das Geschäftsmodell von Airbnb in ein anderes Anwendungsgebiet übertragen.

Til Rochow: Ja, stimmt. Der Teufel lag aber im Detail und liegt da immer noch. Zum Beispiel bei der Vertragsgestaltung und der Versicherung der gemieteten Räume, bei der Kundengewinnung und vielem mehr. Von Anfang an gab es einen Haufen Fragen. Wir haben die Canvas-Methodik genutzt, um diesen Haufen für uns zu strukturieren und um unsere Idee nach außen „kommunizierbar“ zu machen. Da fanden wir Euer Tool sehr hilfreich. Die grafische Umsetzung, das farbliche Markieren und dass man mit mehreren daran arbeiten kann. Das sind sinnvolle Features, die mehr können als Word oder andere Tools. Die Canvas war dann Ausgangspunkt für unser Pitchdeck und einen Förderantrag für ein Forschungs- und Entwicklungsdarlehen.

Craftspace Website Screenshot

SmartBusinessPlan: Vielen Dank, dass wir eure Canvas benutzen dürfen als Beispiel für andere Gründer!

Til Rochow: Gerne. Unsere Überlegungen sind sicher für diejenigen Gründer interessant, die eine Sharing Plattform gründen und Anbieter und Nutzer zusammen bringen wollen. Wichtige Punkte sind z.B. die Darstellung nach außen, der Aufbau von Partnerschaften, Methoden zur Kundengewinnung und Kundenbindung…  Die Eierlegende Wollmilchsau Canvas halt.

SmartBusinessPlan: Stichwort Kundengewinnung – wie macht ihr das?

Til Rochow: Unsere Herausforderung ist es ja, unsere Nutzer zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt zu erreichen: Nämlich wenn sie gerade ihr Unternehmen gründen oder für ihr Hobby einen professionellen Raum suchen. Wir brauchen also Partner und Multiplikatoren, die unsere potenziellen Nutzer in dieser Phase der Suche erreichen.

SmartBusinessPlan: Und habt Ihr sie gefunden?

Til Rochow: Wir haben viele potenzielle Partner angesprochen und mit einigen arbeiten wir auch schon konkret zusammen, zum Beispiel mit dem Immobilienportal der Hamburger Wirtschaftsförderung. Wir haben eine Umfrage mit 200 Gründungsberatern gemacht, um besser zu verstehen, wo genau Bedarf besteht. Und die Volkshochschule ist interessiert – als Vermieter, aber auch als Mieter von Räumen. Und sonst sind wir noch auf Messen unterwegs und sprechen Startups an. Zum Beispiel auf der Next Organic in Berlin, wo es um Lebensmittelherstellung geht. Die brauchen Küchen.

SmartBusinessPlan: Nutzt Ihr auch Google zur Kundengewinnung?

Til Rochow: Klar machen wir auch Suchmaschinenoptimierung für CRAFTSPACE.

SmartBusinessPlan: Erklär mal genau, wie ihr das macht – das ist ja für viele Online-Gründer ein Thema.

Til Rochow: Da muss ich jetzt leider mit Fachbegriffen antworten, sorry. Wir schauen uns über Google Analytics und die Webmaster Tools an, mit welchen Suchbegriffen Nutzer auf unsere Seite kommen. Dann checken wir mit dem Keyword Planner verwandte Begriffe und schauen uns das Suchvolumen und die Konkurrenzsituation für diese Suchbegriffe an. Das Ergebnis ist eine ziemlich lange Liste von mehr als 100 Worten. Die clustern wir thematisch unter einzelnen Keywords – wie zum Beispiel „Küche mieten“.

SmartBusinessPlan: Und dann?

Til Rochow: Dann setzen wir eine Landingpage auf, auf der wir erklären, wie man über CRAFTSPACE Küchen mieten kann und präsentieren die Küchen, die wir im Angebot haben. Alle paar Wochen schauen wir uns dann mit unseren Analyse-Tools an, was wieviel bringt. Und freuen uns, oder sind enttäuscht (lacht).
Was online auch noch gut funktioniert, sind die Geschichten unserer Mieter, die in unseren Räumen ihre Projekte verwirklicht haben. Dafür haben wir ein eigenes Blogmagazin geschaffen namens CRAFTMAG.

SmartBusinessPlan: Das macht ja alles wirklich einen sehr sortierten Eindruck. Geht auch mal was schief?

Til Rochow: Jede Menge. Eigentlich täglich. Manchmal schlage ich die Hände über dem Kopf zusammen. Zum Beispiel haben wir uns mit der Namensfindung viel zu lange aufgehalten. „Craftspace“ stand als allererstes  auf unserem Zettel. Dann haben wir aber noch 2 Wochen damit rumexperimentiert, bevor die Entscheidung fiel, mit der wir heute sehr glücklich sind und für die wir viel positives Feedback bekommen. Naja, das hat unnötig aufgehalten. Aber grundsätzlich sind wir stolz, dass wir viel lean vorgehen.

SmartBusinessPlan: Was verstehst du unter „lean vorgehen“?

Til Rochow: Ich sag‘s mal so: Wir haben zwar viele Fehler gemacht, aber immer nur kurz. Wir waren von Anfang an viel unterwegs und haben mit vielen Leuten gesprochen – statt zu Beginn für viel Geld eine Website zu programmieren und dann zu merken, dass die Nachfrage doch ganz anders ist. Wir haben viel Umfragearbeit geleistet. Aber keine zwei Stunden nach dem Launch hatten wir unsere erste Buchung.

SmartBusinessPlan: Also offenbar die richtige Strategie für euer Geschäftsmodell.
Ich würde jetzt auch gerne mal was über euch buchen. Habt Ihr zufällig einen Raum mit Nähmaschinen für meine Jungs und mich?

Til Rochow: Wie bitte?

SmartBusinessPlan: (lacht) Ja, du hast richtig gehört: Einmal pro Jahr treffen wir uns und entwerfen unser Gruppenkostüm für den Kölner Karneval. Jedes Jahr ein neues Thema.

Til Rochow: Tja dann. Wir haben tatsächlich eine tolle Textilwerkstatt unter Vertrag: Das Stoffdeck.

SmartBusinessPlan: Das klingt fantastisch. Was kosten denn eure Räume so?

Til Rochow: Ein Platz in der Holzwerkstatt geht ab 50 € los, eine Produktionsküche ab 150-200 €. Und ein Arbeitsplatz im Nähstudio ab 34 € pro Tag. Manche Räume sind auch umsonst.

SmartBusinessPlan: Vielen Dank für das Gespräch, Til. Wir wünschen Euch weiterhin viel Erfolg mit CRAFTSPACE!

CRAFTSPACE Website
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„Wir haben die Canvas-Methodik genutzt, um alle unsere Fragen zu strukturieren und um unsere Idee nach außen kommunizierbar zu machen.“

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