Polaroidfoto von einem Taxidach mit Leuchtschild

Ran ans Taxi-Steuer!

Mit einem guten Businessplan nimmst du Fahrtwind auf! So schnell kann das Gründen gehen.


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Schau in den Businessplan einer Taxifahrerin und lass dich inspirieren.

Businessplan für ein Taxiunternehmen
Interview mit der Autorin unseres Taxi-Businessplans – anonym.

Art des Unternehmens

Taxiunternehmen

Besonderheit

langjährige Erfahrung als Taxifahrerin in Köln

Geplante Größe

ein Mitarbeiter

Artikelfoto in der Gründerstory Taxiunternehmen, Frau erwartet Taxi auf der Straße

Die Selbstständigkeit als Taxiunternehmer verlangt dem Gründer einen hohen Einsatz an Kosten und Zeit ab. Dafür bietet sie aber wie in kaum einem anderen Gewerbe ein großes Maß an Freiheiten.
Unsere Taxi-Gründerin möchte anonym blieben, sie hat sich aber gerne bereit erklärt, mit uns über ihren Businessplan und den Beruf des Taxifahrens zu plaudern. Ihren „Businessplan Taxiunternehmen“ findest du in unserer App.

SmartBusinessPlan: Warum hast du dich selbstständig gemacht?
Taxifahrerin: Zuallererst: Ich liebe meinen Beruf, ich liebe das Autofahren und ich liebe meine Kunden – naja meistens. Als Taxifahrerin kann ich mir meine Arbeitszeiten frei einteilen, kann mit Kollegen plaudern, kann Pause machen, wann ich will, Radio hören und vor allen Dingen: Menschen kennenlernen. Aber als angestellte Taxifahrerin zu arbeiten, war für mich einfach nicht rentabel. Die Taxiunternehmen zahlen ein geringes Grundgehalt und verlangen gleichzeitig einen hohen Arbeitseinsatz. Außerdem hat es mich schon immer gereizt, unabhängig zu sein – meine eigene Chefin eben. Dank Eures Businessplaners und einer Sparkassen-Finanzierung konnte ich meinen Traum vom eigenen Taxiunternehmen dann ruckzuck in die Tat umsetzen.

SmartBusinessPlan: Was braucht man denn für die Gründung eines Taxiunternehmens – außer dem Startkapital natürlich?
Taxifahrerin: Die Existenzgründung ist im Prinzip für jeden ab 21 Jahren möglich. Man muss halt ein Gewerbe anmelden. Der Taxibetrieb ist ein so genanntes „genehmigungspflichtiges“ Gewerbe. Und die Konzession zur Personenbeförderung muss man bei Stadtverwaltung oder Landratsamt beantragen. Und natürlich brauchst du eine Fahrerlaubnis und den Taxischein – zumindest wenn du selbst fahren willst.

SmartBusinessPlan: Was kostet der Taxischein denn, weißt du das noch?
Taxifahrerin: Der Taxiführerschein kostet rund 100 Euro. Wenn man einen Vorbereitungskurs besuchen muss, wird’s teurer. Beim TÜV oder Taxischulen kann man alle Infos dazu bekommen.

SmartBusinessPlan: Und welche Voraussetzungen musst du sonst noch erfüllen, wenn du dich als Taxifahrerin selbstständig machen willst?
Taxifahrerin: Natürlich musst du dich fachlich qualifizieren. Dafür legt man eine Fachkundeprüfung bei der IHK ab. Die kostet nochmal um die 500 € (dazu kommt übrigens noch die Zwangsmitgliedschaft bei der Handelskammer, die kostet 63 € pro Jahr). Oder man weist alternativ eine dreijährige geschäftsführende Tätigkeit in einem Unternehmen des Straßenpersonenverkehrs nach. Das konnte ich aber nicht. Die Prüfung habe ich dann mit all den anderen Nachweisen in den Anhang meines Taxi-Businessplans gepackt.

SmartBusinessPlan: Was war besonders schwierig beim Erstellen des Businessplans für dein Taxiunternehmen?
Taxifahrerin: Es ist ja kein Geheimnis, dass man als Taxiunternehmer keine Reichtümer verdienen kann. Vor allem nicht, wenn man alleine arbeitet. Im Businessplan musste ich mich also ganz besonders darauf konzentrieren, wie ich meine Geschäftsidee lohnenswert gestalte. Daher hat mir der Finanzteil am meisten Sorgen bereitet.

Um die Anstellung von Mitarbeitern oder Aushilfen werde ich auf Dauer nicht herumkommen. Das sind hohe laufende Kosten. Dann die Ausgaben für Anschaffung und Unterhalt des Autos. Raummiete und Büroausstattung muss ich erstmal nicht mit einkalkulieren, da ich von zuhause aus arbeiten kann und meinen privaten Computer und Drucker nutze.

SmartBusinessPlan: Bei all der Sorge klingt das nach einem gut durchdachten Plan. Wie siehst du denn das Problem des extrem hohen Wettbewerbs an Taxiunternehmen in Großstädten wie Köln?
Taxifahrerin: In Köln gibt es aktuell ca. 1.200 Taxen. Ein großes Wachstum ist nicht zu erwarten, weil die Stadt seit Jahren keine neuen Konzessionen vergibt. Diese kommunale Regulierung ist mein Garant für einen ausgewogenen Markt. Und so ein gesunder Markt ist für das Geschäft ja eher förderlich als schädlich. Dennoch muss ich natürlich Vollgas geben, damit mich die anderen nicht überholen – im übertragenen Sinne versteht sich. Ich habe mein Taxiunternehmen bei einer Taxivermittlungszentrale angemeldet. Dadurch kann ich Taxistände und eine Vermittlungsstelle nutzen. Ich bekomme automatisiert Fahrten zugeteilt. Die bilden den Grundstock meines Umsatzes.

SmartBusinessPlan: Machst du mit deinem Taxiunternehmen auch bei einer dieser Taxi-Apps mit?
Taxifahrerin: Da werde ich nicht drum herumkommen. Leider verlangen die eine hohe Provision.

SmartBusinessPlan: Was kann man denn sonst marketing-technisch unternehmen?
Taxifahrerin: In ländlichen Gebieten könnte man sicher über Radiowerbung nachdenken. In Großstädten wie Köln werde ich schon persönlich Klinken putzen müssen – um mit Hotels, Restaurants und Firmen eine Kooperation als vertraulichen, zuverlässigen Fahrdienst aufzubauen.

SmartBusinessPlan: Was, denkst du, wird aus dem Taxiberuf, wenn Uber sich im deutschen Markt durchsetzt?
Taxifahrerin: Deutschlandweit haben ja Taxi-Unternehmer mehrere Gerichtsentscheidungen bewirkt, die das Geschäftsmodell von Uber einschränken. Naja, und Köln steht aktuell gar nicht auf der Uber-Liste, also ist die Gefahr hier aktuell nicht so groß. Aber es ist schon ein großes Thema. Ich denke, Uber oder ein ähnliches Modell wird früher oder später auf uns zukommen – und uns verändern.

Ich persönlich denke bei meiner Unternehmensplanung in 5-Jahres-Schritten. Und für die nächsten 5 Jahre mache ich mir nicht so große Sorgen. Ich konzentriere mich darauf, einen guten Job zu machen und mir einen stabilen und zufriedenen Kundenstamm aufzubauen. Dagegen hat Uber keine Chance!

SmartBusinessPlan: Musst Du eigentlich für eine Route oft das Navi einschalten, oder kennst du den Weg meistens?
Taxifahrerin: Innerhalb Kölns nutze ich das Navi so gut wie nie. Außerhalb brauche ich es in 5% der Fälle. Wenn ich eine Adresse nicht sofort weiß oder viel Verkehr ist, schaue ich schon mal ins Navi, um mich abzusichern und garantiert die optimale Route zu erwischen. Innerhalb der Stadt schlägt einem das Navi oft sehr umständliche (und damit teurere) Routen vor…

SmartBusinessPlan: Wie beschäftigst Du dich, wenn du gerade keinen Fahrgast hast?
Taxifahrerin: Bis vor kurzem habe ich während meiner Wartezeiten am Businessplan für mein Taxiunternehmen gearbeitet. Jetzt surfe ich auf meinem Smartphone, unterhalte mich mit Kollegen oder telefoniere mit friends & family. Kreuzworträtsel geht natürlich auch immer.

SmartBusinessPlan: Zum Abschluss noch eine Frage, die mich brennend interessiert: Was war deine schrägste Erfahrung als Taxifahrerin?
Taxifahrerin: Das kann ich so pauschal gar nicht sagen. In meinem Beruf gibt es ganz schön viele kuriose Begegnungen und Begebenheiten. Es geht um Geschichten – erzählen und hören. Ich frage mich ständig, wieso manche Menschen sich ausgerechnet mir als Taxifahrerin so öffnen. Schließlich bin ich weder Freund noch Therapeut. Aber in der kurzen Zeitspanne der Taxifahrt bin ich beides irgendwie. Vielleicht fühlen sich die Fahrgäste sicher und vertraut, weil sie davon ausgehen, mich nie wiederzusehen. Oder sie wollen die Anspannung überwinden, die sie empfinden, weil sie sich ja doch in ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis zu mir begeben. Schließlich könnte ich längere Wege fahren, sie abzocken, verkloppen oder entführen. Ich habe sogar mal einen Heiratsantrag am Ende einer Fahrt bekommen. Naja, leider höre ich nicht nur schöne Geschichten. Und meistens haben die Geschichten ein offenes Ende. Das ist manchmal schwer auszuhalten.

SmartBusinessPlan: Ich danke dir sehr für das interessante Gespräch und wünsche dir weiterhin viel Erfolg, treue Kunden und schöne Geschichten!

„Dank Eures Businessplaners und einer Sparkassen-Finanzierung konnte ich meinen Traum vom eigenen Taxiunternehmen ruckzuck in die Tat umsetzen.“

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